Wie entstand das Stiftland?

Die Gründungslegende

Um 1127 hatte sich in Köllergrün, einem Waldstück nahe Waldsassen, auf dem Gebiet des Markgrafen Diepold III. von Vohburg, der Edle Gerwig von Wolmundstein mit einigen Gefährten niedergelassen, um in der Einsamkeit ein gottgeweihtes Leben zu führen. So leitet sich auch der Ortsname ab: „die im Walde saßen“. Während einer Jagd begegnete der Markgraf den Mönchen und erkannte in Gerwig seinen Freund, der geglaubt hatte, Markgraf Diepold einst im Turnier tödlich verletzt zu haben. Voller Bestürzung über die Verantwortung für dieses Unglück war Gerwig von Wolmundstein daraufhin in das Kloster Siegburg eingetreten und erreichte später über Regensburg die Einsamkeit des späteren Stiftlandes. Aus Freude über das unerwartete Wiedersehen stiftete der Markgraf nun den Mönchen soviel Land zum Bau eines Klosters, welches auf einem Esel sitzend in einem Tag umritten werden konnte. So entstand ursprünglich das Stiftland. Die Grenze dieses Gebietes sei später mit dem „Eselsgraben“ markiert worden. 1133 erfolgt die Gründung des Klosters. Bildlich dargestellt ist die Legende im Stiftsbrunnen und in Deckenfresken in der Basilika.


Die Idee für diesen Beitrag und der Text stammt von Monika Sommer, Waldsassen.