Eine Wanderung zum Ringelfelsen zwischen Waldsassen und Bad Neualbenreuth

Der Ringelfelsen (Rinnlstein, Ringelstein), 653 m ü.NN, ist die größte Felsformation der näheren Umgebung und gehört geologisch zum Waldsassener Schiefergebirge. Entstanden im Erdzeitalter des Kambriums vor ca. 541 bis 485,4 Mio. Jahren, erstreckt sie sich im Osten bis nach Tschechien, im Süden bis Wondreb und im Nordwesten bis ins Fichtelgebirge. Im 19. Jahrhundert sollen durch Quarzeinlagerungen im Gestein einige Goldfunde zu Tage getreten sein. Seinen Namen verdankt der Fels dem Rinnlbrunnen, einer nahen Quelle und süd-westliches Grenzmal der historischen Fraisch.

Von einem Wanderparkplatz aus geht es hinein in den Wald über eine breite Forststraße oder den "Wiesenweg", über mächtige Felsen und Steine, ehe man den Hohen Felsen und die Ringelfelsenhütte erreicht. 

Viele Menschen verbinden mit so einer Wanderung Kindheitserinnerungen. Vor allem in den 70-er und 80-er Jahren wurde hier vom Touristenverein "Die Naturfreunde" fast jedes Wochenende Geselligkeit und Zusammenkunft gepflegt. Ausgestattet für das ganze Wochenende ging es mit "Kind und Kegel" zur Hütte. Hier wurde oft das ganze Wochenende verbracht, gemeinsam gekocht, die Kinder durften in dem Gelände herumtoben und die Natur erkunden und die Erwachsenen spielten eine Runde "Schafkopf". Als Schlafstätte diente ein Matratzenlager im Dachgiebel. Und natürlich durfte auch das Lagerfeuer vor der Hütte nicht fehlen! Wasser wurde von der Quelle geholt und die Kinder lernten hier mit und von der Natur zu leben.

An der großen Felswand befindet sich seit dem Jahr 1977 ein Kreuz. Ende der 70-er Jahre begann man, die "Waldler-Messe" zu feiern, inmitten der Natur zu Ehren Gottes mit vielen Gläubigen.

Eine Tradition, die sich seit dieser Zeit bis heute noch hält, ist die sogenannte "Waldolympiade", die unter der Federführung des Turnvereins Waldsassen und den Naturfreunden initiiert wurde. Mit Baumstammweitwurf und manch anderen urigen Disziplinen findet im August dieses Spektakel statt.

Der Text und die Erinnerungen stammen von Bettina Hoyer, Waldsassen. Sie verbrachte in Ihrer Kindheit fast jedes Wochenende hier.